EXISTENZIELLE KRISEN UND DIE FRAGE NACH DEM SINN

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Thema

 

Schwerwiegende seelische oder körperliche Erkrankungen, erschütternde Lebensereignisse oder -veränderungen, massive Bedrohungs- und Gewalterfahrungen sind beispielhafte Gründe dafür, dass Menschen in existenzielle Krisen geraten.
Bisherige Orientierungen und Gewissheiten über sich selbst und die Welt sind auf einmal in Frage oder auf den Kopf gestellt. Der Blick in die Zukunft erscheint ungewiss, düster oder angstbeladen. Die Fragen nach dem Sinn können verzweifelt und quälend sein:
• Warum passiert mir das?
• Womit habe ich das verdient?
• Was habe ich falsch gemacht?
• Wie soll ich damit weiterleben?
• Werde ich sterben?

Es erfordert Mut und Vertrauen, sich diesen Fragen zu stellen. Auch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die Menschen in diesem Prozess begleiten, brauchen Mut und Vertrauen. Sie brauchen eine klare und offene therapeutische Haltung, fachliches Wissen und eine angemessene Selbstfürsorge, um gute Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter in unsicherem Gelände zu sein. Wir hoffen, dass die geplanten Fachvorträge und Workshops Ihnen anregende Informationen und Denkanstöße geben, und laden Sie zu Austausch und Reflexion mit den Referentinnen und Referenten ein.

„Hoffnung ist nicht Optimismus, nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“
Vaclav Havel

Wir laden Sie ein zum 7. Hamburger Psychotherapeutentag und freuen uns darauf, Sie in den Räumlichkeiten der KV Hamburg zu begrüßen!

Dipl.-Psych. Heike Peper (Präsidentin)
Dipl.-Psych. Torsten Michels (Vizepräsident)


 

 

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Vormittags


09:00 Uhr Anmeldung, Begrüßung

09:30 Uhr Eröffnung durch Präsidentin Dipl.-Psych. Heike Peper

09:45 Uhr Vorträge

Die philosophische Frage nach dem Sinn des Lebens
Dr. Thomas Kriza
Die Frage nach dem Sinn des Lebens fragt nach dem umfassenden Zusammenhang unserer Vorstellungen des guten Lebens mit unseren Vorstellungen von der Welt. Welche philosophischen Strategien der Sinnsetzung kennt die moderne Philosophie? Weshalb fällt es gerade dem modernen Denken – anders als etwa dem antiken – so schwer, auf die Frage nach dem Sinn des Lebens überzeugende und klar mitteilbare Antworten zu finden?

Psychosen als existenzielle Krisen und die Frage nach dem Sinn
Prof. Dr. Thomas Bock / Gwen Schulz
Psychosen sind zu verstehen als Lebenskrisen besonders dünnhäutiger Menschen. Die Gründe, dass die Grenzen zwischen Innen- und Außenwelt durchlässig werden, können vielfältig sein – individuell, sozial, gesellschaftlich. Gemeinsam nach der subjektiven Bedeutung zu fragen, nach dem möglichen Sinn zu suchen, kann helfen, die ungewöhnlichen Erfahrungen wieder anzueignen, ist beziehungs- stiftend und therapeutischer Auftrag. Ein dialogischer Vortrag, der diesen Anspruch mit Leben füllt.

11:15 Uhr Kaffeepause

11:45 Uhr Vortrag

Existenzielle Belastungen und sinnzentrierte Interventionen: Überblick über den Stand der Forschung
Prof. Dr. Anja Mehnert
Der Vortrag gibt einen Überblick über den Stand der Forschung zur inhaltlichen Konzeption und Auftretenshäufigkeit existenzieller Belastungen wie bspw. Demoralisierung und Verlust an Lebenssinn im Rahmen der Verarbeitung von Krankheiten oder schweren Lebensereignissen. Es werden darauf aufbauend psychotherapeutische Ansätze vorgestellt, die auf den Lebenssinn fokussieren, und Studien zur Wirksamkeit dieser Interventionen präsentiert.

12:30 Uhr Diskussion mit den Vortragenden

13:15 Uhr –
14:15 Uhr: Mittagspause

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Nachmittags


14:15 Uhr Workshops

Workshop A – !ausgebucht!
Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM): Eine sinnzentrierte Kurzzeitintervention für Patientinnen und Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung

Leitung: Prof. Dr. Anja Mehnert
CALM ist eine manualisierte sinnzentrierte Kurzzeitintervention für Patientinnen und Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung zur Verbesserung psychischer Belastungen und der Lebensqualität. CALM fokussiert in drei bis acht Einzelsitzungen auf die Dimensionen (i) Symptommanagement und Kommunikation mit dem Behandlungsteam, (ii) Veränderungen des Selbst und Beziehungen zu nahestehenden Menschen, (iii) Spiritualität und Lebenssinn, sowie (iv) Gedanken an die Zukunft, Hoffnung und Sterblichkeit.

Workshop B – !ausgebucht!
Psychotherapie und Genesungsbegleitung – fruchtbare Zusammenarbeit
Leitung: Prof. Dr. Thomas Bock / Gwen Schulz
Psychotherapie bei Psychosen ist Pflichtleistung der Kassen. Alle Leitlinien bestätigen ihren Wert. Sie muss beziehungsorientiert sein und verpflichtet alle psychotherapeutischen Schulen, über den eigenen Tellerrand zu sehen. Genesungsbegleitung durch Peers hat einen eigenen Stellenwert, stärkt nachweislich die Selbstwirksamkeit, macht Mut. Beide Angebote können sich vielfältig ergänzen. Recovery-Orientierung gibt Anregungen.

Workshop C – !ausgebucht!
Die existenzielle Psychotherapie Irvin Yaloms
Leitung: Dipl.-Psych. Sigrid Pape
Laut Yalom liegen einem Großteil unterschiedlichster psychischer Probleme existenzielle Ängste zugrunde: die Angst vor dem Tod, vor Isolation, Freiheit und Sinnlosigkeit. Ein bewusster Umgang mit existenziellen Fragen vertieft die therapeutische Begegnung und kann neue Lebensperspektiven eröffnen. Der Workshop bietet Selbsterfahrung, Information und professionellen Austausch.

!Workshop D – !ausgebucht!
Ressourcen, die aus Krisen erwachsen
Leitung: Dipl.-Psych. Bärbel Göttmann / FÄ Anke Behrens
In der psychotherapeutischen Arbeit ist eine ressourcenorientierte Sichtweise inzwischen eine selbstverständlichkeit. Das war nicht immer so. Nach einer Klärung der zentralen Begriffe Resilienz und Ressourcen geben wir einen kurzen Abriss über deren zunehmenden Eingang in die psychotherapeutische Praxis. Den „Ressourcen, die aus Krisen erwachsen“, nähern wir uns mit einer imaginativen Übung, um dann im gemeinsamen Austausch die vielfältigen Methoden der Ressourcenaktivierung zu sammeln.

Workshop E – !ausgebucht!

Suizidalität im Alter
Leitung: Dipl.-Psych. Silvia Renken
Zwei existenzielle Krisen? Alt werden und suizidal? Wir sind mit den Themen Tod und Sterben konfrontiert. Wie ist unsere eigene Auseinandersetzung als Therapeutin / Therapeut mit diesen Themen? Diesen und Ihren Fragen, auch anhand von Fallbeispielen können wir in diesem Workshop nachgehen.

Workshop F – !ausgebucht!
Back to the roots: Braucht die moderne Psychotherapie (wieder mehr) Philosophie?“
Leitung: Dr. Thomas Kriza / Dipl.-Psych. Torsten Michels
Die Philosophie ist eine der Grundlagenwissenschaften der Psychotherapie. Philosophische Ansätze prägen explizit oder implizit u.a. das Menschenbild, das Krankheitsverständnis und die therapeutische Haltung der verschiedenenP sychotherapieverfahren. Kann die Philosophie uns auch Orientierung geben in der Weiterentwicklung der Psychotherapie und in unserer zukünftigen Rolle als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten? Welche philosophischen Ansätze sind hilfreich, orientierend und sinnstiftend?

16:15 Uhr Interkollegialer Austausch
17:00 Uhr Ende der Veranstaltung


 

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Veranstaltungsort

 

7. Hamburger Psychotherapeutentag
Samstag, 09.06.2018, 09.00 – 17:00 Uhr
Kassenärztliche Vereinigung Hamburg
Humboldtstraße 56
22083 Hamburg

Einen Anfahrtsplan finden Sie hier.


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Gebühren


Die Teilnahmegebühr für den Psychotherapeutentag beträgt

  • 60,- € inkl. Imbiss & Getränken

 

  • ermäßigt: 25,- € inkl. Imbiss & Getränken (für Studierende und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung)

Bitte überweisen Sie den Betrag bis zum 28.05.2018 auf das unten angegebene Konto oder erteilen Sie uns ein SEPA-Lastschriftmandat.

Bankverbindung:
IBAN: DE56200505501208121317
BIC: HASPDEHHXXX


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Punkte


Für die Teilnahme an dem Psychotherapeutentag erhalten die Teilnehmenden 8 Fortbildungspunkte.


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Anmeldung

Anmeldeschluss ist der 26. Mai 2018
Die Zahl der Teilnehmenden in den Workshops ist begrenzt.

Bitte füllen Sie zur Anmeldung die unten aufgeführten Felder aus.

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