BPtK fordert getrennte Codierung von Psychotherapie

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat auch dieses Jahr Vorschläge für eine bessere Leistungserfassung in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) eingereicht. Die Vorschläge greifen Themen aus dem letzten Jahr auf, die zwar diskutiert und als grundsätzlich sinnvoll bewertet, aber nicht umgesetzt wurden.

Der Operationen- und Prozedurenschlüssel bildet nach wie vor Psychotherapie nicht in geeigneter Weise ab. Auch der Schweregrad einer Erkrankung kann nicht kodiert werden. Aus Sicht der BPtK soll Psychotherapie getrennt von anderen Gesprächsleistungen, wie z. B. Gesprächen mit Behördenvertretern, erfasst werden. Zur Abbildung des Schweregrads einer psychischen Erkrankung schlägt sie die Einführung eines Ratinginstruments vor, der Health of the Nation Outcome Scales (HoNOS), das auch bei der Entwicklung eines Qualitätssicherungsverfahrens „Schizophrenie“ empfohlen wird. Ein weiterer Vorschlag der BPtK bezieht sich auf die Übernahme der Behandlungsverantwortung durch Psychotherapeuten. Die Vorschläge werden auch auf der Webseite des DIMDI (www.dimdi.de) veröffentlicht.

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