ANTWORT DER BUNDESREGIERUNG AUF KLEINE ANFRAGE DER FDP

Psychisch kranke Menschen haben weiterhin einen Anspruch, sich die Kosten einer Behandlung in einer psychotherapeutischen Privatpraxis von ihrer Krankenkasse erstatten zu lassen, wenn sonst keine Behandlung möglich ist. Dieser Rechtsanspruch nach § 13 Absatz 3 SGB V besteht auch nach der Einführung der psychotherapeutischen Sprechstunde und Akutbehandlung. Die Krankenkassen dürfen die Kostenerstattung nicht aufgrund von Gründen verweigern, die für den Anspruch nicht maßgeblich sind, stellte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP klar. Versicherte können sich damit wie bisher die Behandlung in einer Privatpraxis von ihrer Krankenkasse erstatten lassen, wenn keine Behandlung bei einem Psychotherapeuten möglich ist, der zur Abrechnung mit der gesetzlichen Krankenversicherung zugelassen ist. Versicherte sollten dies allerdings vor der Behandlung mit ihrer Krankenkasse klären, rät die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK).

Die Anzahl der Beschwerden von Versicherten wegen fehlender Kostenübernahme ist nach Einführung der psychotherapeutischen Sprechstunde und Akutbehandlung um 40 Prozent gestiegen, so das Bundesversicherungsamt. Erhielt das Amt 2016 noch 67 Beschwerden, waren es 2017 bereits 96.

Auch die Unabhängige Patientenberatung berichtet in ihrem aktuellen Patientenmonitor, dass Ratsuchende von ihrer Krankenkasse aufgefordert würden, sich für die Vermittlung einer Psychotherapie an die Terminservicestelle zu wenden. Die BPtK fordert, dass die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen die Aufgabe bekommen, Versicherten auch einen Behandlungsplatz in einer psychotherapeutischen Privatpraxis zu vermitteln, wenn ihre Suche bei zugelassenen Psychotherapeuten innerhalb von vier Wochen vergeblich war.

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Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP

Neue EU-Datenschutzgrundverordnung und Grundsätzliches

Ende Mai 2018 trat die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Sie ist damit auch in Deutschland unmittelbar gültig. Viele der Regelungen waren bei uns auch schon vorher geltendes Recht. Dennoch bringen die EU-Vorgaben zusätzliche Pflichten für die psychotherapeutische Praxis.

Die Bundespsychotherapeutenkammer informiert in ihrer neuen Broschüre aus der Reihe „Praxis-Info“ darüber, welche Pflichten die Praxisinhaber in Sachen Datenschutz und Datensicherheit treffen. Es werden Empfehlungen gegeben, was in der Praxisorganisation, beim Betreiben einer Homepage, bei Verträgen mit Dienstleistern oder im Verhältnis zum Patienten beachtet werden sollte.

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AUCH WOCHENLANGE WARTEZEITEN IN PSYCHIATRISCHEN UND PSYCHOSOMATISCHEN KLINIKEN

Patienten warten im Durchschnitt vier Monate auf den Beginn einer ambulanten Psychotherapie. Das ist ein Ergebnis des diesjährigen Gutachtens des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Damit bestätigt das Gutachten die Wartezeitenstudie 2018 der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), nach der Menschen im Mittel fünf Monate auf den Beginn einer Psychotherapie warten müssen. Auch in der stationären Versorgung bestehen Wartezeiten: Psychisch kranke Menschen warten ein bis zwei Monate, wenn sie eine Behandlung in einem psychiatrischen oder psychosomatischen Krankenhaus benötigen und nicht als Notfall eingewiesen werden.

Um die Wartezeiten zu verringern, fordern die Gutachter mehr ambulante und teilstationäre Angebote. Insbesondere plädieren sie dafür, das ambulante Angebot an intensiven Behandlungen auszubauen. In der Hoffnung auf hochfrequente Psychotherapien ließen sich viele Patienten in Kliniken einweisen. Anders, als die Patienten erwarteten, gehörten intensive Psychotherapien jedoch meist gar nicht zu den Behandlungen, die Psychiatrien anbieten, so die Gutachter. Sie empfehlen deshalb, intensive Behandlungsangebote auszubauen. Dies sollen vor allem psychotherapeutische Angebote sein, zum Beispiel kombiniert mit psychiatrischer Krankenpflege. Diese Angebote wären eine wesentliche Ergänzung sowohl der ambulanten psychotherapeutischen und psychiatrischen als auch (teil-)stationären Behandlungsmöglichkeiten.

„Wir befürworten den vorgeschlagenen Ausbau von ambulanten Angeboten mit intensiven Behandlungen für psychisch kranke Menschen“, erklärt BPtK-Präsident Dr. Dietrich Munz. „Dabei sollten Psychotherapeuten die Koordination für die gesamte Behandlung übernehmen und zum Beispiel auch psychiatrische Krankenpflege oder Ergotherapie verschreiben können.“

Am 2. Juli 2018 veröffentlichte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen sein aktuelles Gutachten „Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung“. Der Rat wird sein Gutachten am 26. September 2018 in Berlin auf einem Symposium vorstellen. Außerdem sind erstmals vier Regionalkonferenzen geplant.

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Gutachten des Sachverständigenrates

BPtK zum Pflegepersonalstärkungsgesetz

Der Gesetzentwurf zur Stärkung des Pflegepersonals sieht vor, die ärztliche Versorgung in Pflegeeinrichtungen durch verbindlich abzuschließende Kooperationsverträge zwischen Pflegeeinrichtungen und Vertragsärzten zu verbessern. Neben einer besseren somatisch-ärztlichen Versorgung besteht jedoch außerdem ein dringender Bedarf, Patienten mit psychischen Erkrankungen in Pflegeeinrichtungen besser zu versorgen. Insbesondere werden zu häufig und zu viele Psychopharmaka trotz der damit verbundenen Risiken verschrieben. Dabei stehen wirksame nicht-medikamentöse und psychotherapeutische Interventionen zur Verfügung, um z. B. Verhaltensstörungen bei Demenzen und depressive Erkrankungen zu behandeln. Die Bundespsychotherapeutenkammer hält es deshalb für erforderlich, dass im Gesetzestext ausdrücklich auch der Abschluss von Kooperationsverträgen mit niedergelassenen Psychotherapeuten oder die Anstellung von Psychotherapeuten in Pflegeeinrichtungen ermöglicht und gefördert werden.

Die Verbändeanhörung zum Entwurf zum Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz findet am 11. Juli 2018 statt.

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BPtK zum Pflegepersonalstärkungsgesetz

Mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals soll nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums auch eine gesetzliche Grundlage dafür geschaffen werden, dass Videosprechstunden als telemedizinische Leistung in der psychotherapeutischen Versorgung eingesetzt werden können. Der Bewertungsausschuss soll beauftragt werden, bis zum 1. April 2019 die notwendigen Voraussetzungen für die Vergütung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab zu schaffen.

Die Bundespsychotherapeutenkammer begrüßt, dass damit diese Leistung auch in der ambulanten Psychotherapie eingeführt werden soll. Hierbei sind allerdings die berufsrechtlichen Sorgfaltspflichten zu beachten. Einer Videobehandlung muss zum Beispiel immer eine angemessene Diagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung im unmittelbaren persönlichen Kontakt vorangehen. Ferner müssen Datensicherheit und Datenschutz sichergestellt sein.

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Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie veröffentlicht Gutachten

Die Gestalttherapie kann nicht als wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren gelten. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) in seinem Gutachten, das er heute auf seiner Homepage veröffentlicht hat.

„Für die Gestalttherapie liegen bisher nur ausreichend Belege für ihre Wirksamkeit bei affektiven Störungen bei Erwachsenen vor“, stellt Prof. Dr. Günter Esser, erster Vorsitzender des WBP, fest. „Für eine Anerkennung als psychotherapeutisches Verfahren fehlen Belege für mindestens zwei weitere Anwendungsbereiche.“ Damit kann die Gestalttherapie nicht als Verfahren für die vertiefte Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten empfohlen werden. Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen konnte der Beirat in keinem Anwendungsbereich ausreichende Belege für ihre Wirksamkeit finden.

Der WBP hatte die Gestalttherapie auf Antrag des Deutschen Dachverbands Gestalttherapie für approbierte Psychotherapeuten e.V. geprüft.

Links:

Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Gestalttherapie

S3-LEITLINIE ZUR DIAGNOSTIK UND BEHANDLUNG VERÖFFENTLICHT

Für die Diagnostik und Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben sich die Berufs- und Fachverbände auf eine S3-Leitlinie geeinigt. Das multiprofessionelle Konsensverfahren auf Basis der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz war bis zum Schluss kontrovers. Zu den strittigen Empfehlungen gehört, ADHS schon bei Kindergartenkindern sowie bei mittlerem Schweregrad mit Medikamenten zu behandeln.

Grundsätzlich empfiehlt die Leitlinie ein multimodales Behandlungskonzept und eine umfassende Aufklärung und Beratung der Patienten, Eltern, Erzieher und Lehrer, einschließlich Case-Management (Psychoedukation). Bleiben danach Auffälligkeiten bestehen, sind komorbide psychische Erkrankungen wie oppositionelles Trotzverhalten oder depressive Störungen, die bei bis zu 85 Prozent der Patienten bestehen, leitliniengerecht und das bedeutet in der Regel psychotherapeutisch zu behandeln.

Je nach Alter und Schwere der Erkrankungen soll ADHS wie folgt behandelt werden:

Bei Kindern vor dem Alter von sechs Jahren soll primär psychosozial, einschließlich psychotherapeutisch interveniert werden. Eine Pharmakotherapie soll nicht vor dem Alter von drei Jahren angeboten werden. Medikamente dürfen außerdem nur von einem Facharzt verordnet werden, der besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Behandlung von Vorschulkindern verfügt. Bei einem leichten Schweregrad soll primär psychosozial, einschließlich psychotherapeutisch interveniert werden. In Einzelfällen kann bei behandlungsbedürftiger zurückbleibender ADHS-Symptomatik ergänzend eine Pharmakotherapie angeboten werden. Bei moderatem Schweregrad soll entweder eine intensivierte psychosoziale, einschließlich intensivierter psychotherapeutischer Intervention oder eine pharmakologische Behandlung oder eine Kombination dieser beiden Behandlungsansätze angeboten werden. Bei schwerer ADHS soll primär eine Pharmakotherapie nach einer intensiven Psychoedukation angeboten werden. In die Pharmakotherapie kann eine parallele intensive psychosoziale, einschließlich psychotherapeutische Intervention integriert werden. In Abhängigkeit von dem Verlauf der Pharmakotherapie sollen bei zurückbleibender behandlungsbedürftiger ADHS-Symptomatik psychosoziale, einschließlich psychotherapeutische Interventionen angeboten werden.

Einige Verbände haben Sondervoten zu einzelnen Empfehlungen abgegeben und ein Verband hat der Leitlinie nicht zugestimmt. Hintergrund sind insbesondere abweichende Bewertungen der Studienlage zur Pharmakotherapie. Während es einerseits Evidenz dafür gibt, dass Psychopharmaka bei allen Schweregraden eine Linderung der Kernsymptomatik bewirken kann, hat die längerfristige Gabe von Psychopharmaka Nebenwirkungen wie zum Beispiel ein verringertes Größenwachstum. Anderseits liegen für die psychotherapeutische Behandlung noch nicht so viele Studien vor. „Für uns ist deshalb eine sehr gute Diagnostik und eine umfassende Aufklärung der Patienten und ihrer Angehörigen über die Risiken und Nebenwirkungen der Behandlungsalternativen entscheidend für partizipative Entscheidungsfindung“, erklärt BPtK-Vorstand Peter Lehndorfer.

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat sich im Konsensverfahren unter anderem dafür eingesetzt, dass den Anwendern der Leitlinie detaillierte Informationen zur Bewertung der Schweregrade zu Verfügung stehen, um Patienten und ihre Angehörigen evidenzbasiert diagnostizieren und behandeln zu können. Die Komplexität der empfohlenen Behandlungsentscheidungen wird nur dann zu einer besseren Versorgung führen, wenn Art und Schwere des ADHS und seine Begleiterkrankungen fachgerecht diagnostiziert werden. Die Leitlinie hat eine Laufzeit von vier Jahren.

Links:
Homepage AWMF online: ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

DKI VERÖFFENTLICHT PSYCHIATRIE BAROMETER 2017/2018

Psychiatrische und psychosomatische Kliniken/Abteilungen haben große Schwierigkeiten, Fachkräfte für den ärztlichen oder Pflegedienst zu finden. Dagegen lassen sich offene Stellen für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten meist gut besetzen. Dies sind die Ergebnisse des neuen PSYCHiatrie Barometers 2017/2018 des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI).

So gab nur gut jede zehnte der befragten Kliniken (13 %) an, Schwierigkeiten zu haben, offene Stellen für Psychotherapeuten zu besetzen. Bei den Stellen für Psychologen ohne Approbation lag der Anteil der Einrichtungen mit Stellenvakanzen sogar nur bei vier Prozent. Für den ärztlichen Dienst gaben hingegen fast zwei Drittel der befragten Kliniken für Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie (63 %) sowie rund ein Drittel der psychosomatischen Einrichtungen (33 %) an, offene Arztstellen nicht besetzen zu können.

Die Zahlen belegen, dass ohne Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten die stationäre Versorgung psychisch kranker Menschen nicht mehr möglich ist. Mit der Reform der Psychotherapeutenausbildung werden Psychotherapeuten zukünftig noch besser für diesen Bereich qualifiziert werden. Bei den neuen Personalanforderungen für Psychiatrie und Psychosomatik im Gemeinsamen Bundesausschuss sollte dies berücksichtigt werden.

Das PSYCHiatrie Barometer wird jährlich vom DKI erstellt. Befragt werden alle psychiatrischen und psychosomatischen Fachkrankenhäuser sowie Abteilungen an Allgemeinkrankenhäusern. An der Befragung für das PSYCHiatrie Barometer 2017/2018 haben insgesamt 104 Einrichtungen teilgenommen.

Links:

PSYCHiatrie Barometer 2017/2018 des Deutschen Krankenhausinstituts

GMK fordert Gesetzentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung

Die Gesundheitsminister der Länder begrüßen eine Reform der Psychotherapeutenausbildung. Dabei unterstützen sie die Bundesregierung bei ihren Plänen, die Psychotherapeutenausbildung strukturell an die anderen Heilberufe anzupassen. Aus Gründen des Patientenschutzes seien Art und Verbindlichkeit der Ausbildungsstrukturen sowie staatliche Prüfungen bei bundeseinheitlicher Vergleichbarkeit gesetzlich zu regeln. Die bestehende Qualität der postgradualen Psychotherapeutenausbildung muss für die zukünftige Weiterbildung erhalten bleiben. Die Gesundheitsminister der Länder fordern das Bundesgesundheitsministerium dazu auf, dies im Gesetzentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung sicherzustellen. Das geht aus einem einstimmigen Beschluss der 91. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am 20./21. Juni 2018 hervor.

Geplant ist, die derzeitige postgraduale Psychotherapeutenausbildung nach einem Hochschulstudium durch ein Approbationsstudium mit anschließender Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten zu ersetzen. Das Bundesgesundheitsministerium wird von den Gesundheitsministern der Länder gebeten, dazu zeitnah einen Gesetzentwurf vorzulegen und das Gesetzgebungsverfahren unter kontinuierlicher Beteiligung der Länder zügig voranzutreiben.

„Auch wir halten gesetzliche Regelungen zur Sicherung der hohen heutigen Ausbildungsqualität für die Zeit nach der Reform für unabdingbar“, so Dr. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer. „Dazu gehören vor allem auch Regelungen, die eine ambulante Weiterbildung an Weiterbildungsinstituten sicherstellen, um für die Leistungen der Psychotherapie-Richtlinie qualifizieren zu können.“

Das Bundesministerium für Gesundheit hatte zur Reform der Psychotherapeutenausbildung im Juli 2017 einen Arbeitsentwurf vorgelegt, der sich allerdings auf das zur Approbation führende Studium beschränkte und die Regelungen zur Finanzierung der Weiterbildung zurückstellte.

Downloads

Links:

Beschluss der 91. GMK (2018) – TOP: 6.5 Reform der Psychotherapeutenausbildung

BERICHT ÜBER DEN 7. HAMBURGER PSYCHOTHERAPEUTENTAG IN DER EPPENDORFER ZEITUNG FÜR PSYCHIATRIE & SOZIALES

Auf den Seiten der Eppendorfer Zeitung für Psychiatrie & Soziales ist ein Artikel über den 7. Hamburger Psychotherapeutentag erschienen, den Sie hier nachlesen können.

Die Frage nach dem Sinn